Häufig gestellte Fragen

Es ist gut möglich, dass, wenn Sie über eine relativ frische Kalkfarbe mit den Händen streifen, diese noch etwas kreidet. Kalk altert positiv!

Das heißt: je älter, desto härter! Dieses Phänomen wird auch Carbonatisierung genannt! Der Kalk versteinert an der Luft. HAGA Kalk Produkte sind nach alter Tradition mit Cellulose und Leinöl gebunden.

Diese haben auch eine verarbeitungsfördernde Wirkung innen und außen. Auskreiden wird die seit jeher bekannte sogenannte Kalk-Tünche, eine Kalk-Wasser-Mischung, die meistens in den Ställen verwendet wird.

Holz mit seiner eigenen Gerbsäure (Tannine) wird, sobald es mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, immer durchschlagen. Will man Holz trotzdem verputzen oder streichen, ist voher immer ein Sperrgrund aufzubringen! Noch besser ist die vollflächige Beplankung mit z.B. Fermacell, Gipskarton etc.
Kleisterrückstände im Untergrund können durchschlagen. Sie zeigen sich durch braune Flecken auf dem Oberputz. Dieses optische Problem ist meist mit einmaligem Überstreichen der Kalkfarbe zu beheben. Kalkfarbe trocknet schnell, so dass die Stoffe aus dem Untergrund keine Zeit mehr haben durchzuschlagen.
Verschieden saugende Untergründe können unterschiedlich auftrocknen! Um einen gleichmäßig saugenden Untergrund herzustellen kann man mit Mineralputzgrundierung vorstreichen. Tragfähige Dispersionen oder Kunststoffputze immer zuerst mit Mineralputzgrundierung vorstreichen.
Natur-Kalkfarbe kann man direkt auf alle rein mineralischen Untergründen auftragen. Kalkputz braucht wie herkömmlicher Putz einen Voranstrich.

Mineralputzgrundierung ist ein sandhaltiger Haftvermittler, der die Aufgabe hat, eine Verkieselung und regelmäßige Saugfähigkeit zwischen Putz und Untergrund herzustellen.

Alle Untergründe müssen immer dauerhaft tragfähig, stabil, sauber, trocken, fettfrei und ausblühungsfrei sein. Mineralische Untergründe sind: Einschichtgrundputze, Kalk, Zement oder konventionelle Grundputze, Lehmsteine, Lehmputze, tragfähige alte Verputze, Fermacell, Gips, Gipskarton, Duripanel, Perlconplatten usw. Neue Grundputze müssen je nach Jahreszeit und Witterung mindestens 2 – 3 Wochen alt und trocken sein. Nicht direkt auf Acrylfarben oder Kunststoffputze aufstreichen.
Kalk erreicht seinen Weißegrad erst beim Abtrocknen, ein mehrmaliges Überstreichen innerhalb kurzer Zeit löst nur die jeweilige untere Schicht! Die Trocknungszeit zwischen den Anstrichen ist immer einzuhalten, mindestens 24 Std.
Nach dem heutigen Stand kann man eine weiße Kalkfarbe mit dem Roller applizieren, eine eingefärbte Kalkfarbe sollte man immer mit Quast, Bürste oder Pinsel aufbringen! Es liegt in der Natur des Kalkes, dass es zu einer Wolkenbildung kommen kann! Dadurch kann es durchaus zu einem wunderschönen Farbenspiel kommen.
Wie schon erwähnt altert Kalk positiv! Eine Kalkfarbe ist schon nach wenigen Stunden handtrocken, wohingegen ein Kalkputz (Grundputz) erst nach 2-3 Wochen wieder überarbeitet werden sollte. Kalkfeinputz ist nach ca. 24 Stunden durchgetrocknet, je nach Untergrund, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Natürlich! Es ist nur darauf zu achten das man kalkechte Pigmente verwendet! Dies sollte auf jeder Verpackung ausgewiesen sein (alkalibeständig). Die Menge der Pigmente sollte nicht mehr als 5% betragen.
Je nach Produkt ist Kalk für innen und außen geeignet.
Es gibt von der Firma HAGA Kalkprodukte wie z. B. Kalkstreichputz, KalkfarbeKalkfeinputz, die auch der Endverbraucher problemlos selber verarbeiten kann. Bei gewissen Techniken wie z.B. Presstechnik sollte man einen Fachmann zu Rate ziehen.
Nach dem Abglätten des Untergrundes ist es auch möglich, wieder zu tapezieren.
Echte Kalkputze und Kalkfarben sind voll diffusionsoffen, das heißt, auch ein Schmutzfleck geht in die Wand! Einfach zu beheben, kleine Stellen mit feinem Schleifpapier 240er anschleifen. Ansonsten ist ein Ausbessern mit der Kalkfarbe in der Regel kein Problem.
Keine Zahnpasta! Haga Kalkuniversalspachtel ist auch in kleinen Gebinden erhältlich und eignet sich hervorragend zum Ausbessern von Dübellöchern und anderen kleinen Beschädigungen.
Riss ist nicht gleich Riss! Haarrisse bis ca. 1mm können immer wieder mal auftauchen, auch hier den Haga Kalkuniversalspachtel verwenden. Größere Risse sollten immer begutachtet werden.
Natürlich! Mann hat schon Kalkfarbanstriche unter dem Raster-Elektronenmikroskop gemessen die 40 mal übereinander gestrichen wurden! Nur sollte man darauf achten, dass es rein mineralische Farben sind! Bitte keine Acryl-, Kunstharz- oder Latex-Farbe auf Kalkputz oder Kalkfarbe streichen.
Die Tatsache, dass Kalk aus der Raumluft Schadstoffe oder Gerüche aufnehmen kann, ist seit jeher bekannt. Es laufen wissenschaftliche Untersuchungen, um wie viel Prozent und in welchem Zeitraum sich Schadstoffe verringern.
Der Begriff pH leitet sich von pondus Hydrogenii oder potentia Pydrogenii (lat. pondus = Gewicht; lat. potentia = Kraft, lat. Hydrogenium = Wasserstoff) ab. Der pH-Wert ist ein Maß für die saure (niedrig) oder alkalische (hoch) Reaktion einer wässrigen Lösung.

Kurz gesagt je höher der pH-Wert umso besser! Auf Untergrund mit hohem pH-Wert fühlen sich Organismen wie Schimmelpilze, Bakterien oder Algen (im Außenbereich) nicht wohl! Gips, Tapeten, Kunststoffputze oder Dispersionen hingegen liegen im neutralen Bereich bei 5-7 und sind als Untergrund, ja sogar als Futterquelle, optimal für z.B. Schimmel!

Nein! Nur mal drüber streichen ist nicht die Lösung! Es wäre nur eine kosmetische Behandlung! 2/3 vom Schimmel sind immer im Untergrund und sollten restlos entfernt werden.
Handelt es sich um befallene Holzmöbel, die aus irgendwelchen Gründen nicht auf den Müll gehören, gibt es Firmen, die sich auf die Sanierung von Antiquitäten spezialisiert haben.

Kunststoff, z.B. Fenster, ist mit Antischimmelspray (70 – 80% Alkohol) zu reinigen und zu desinfizieren. Silikonfugen sind auszutauschen, da das im Silikon enthaltene Fungizid nur eine begrenzte Dauer wirkt.

Gips mit einem pH-Wert von ca. 5-7 ist nicht nur neutral, sondern hat auch noch die schlechte Eigenschaft, Feuchtigkeit zwar auf zu nehmen, diese aber lange zu speichern. Wenn Gips lange feucht bleibt fängt er an zu faulen. Gips ist schlecht sorptionsfähig (aufnehmen + abgeben). Kalk hingegen ist sorptionsfähig!
Hoch alkalische Produkte sind im Nasszustand ätzend, unbedingt Haut und Augenkontakt vermeiden. Wir verweisen immer auf die Sicherheits-Datenblätter!
Spritzer sollten sofort abgewaschen werden, da sie sich sonst in die jeweiligen Stellen ein brennen (verätzen), sorgfältiges Abdecken und Abkleben ist immer zu empfehlen! Reinigung der Flächen oder Werkzeuge mit sauberem Wasser.
Man schaue sich einmal die Inhaltsstoffe der jeweiligen Produkte an, insofern man herauskriegt was da überhaupt drin ist! Leider ist es so, dass jeder Putz- oder Farben- Hersteller seine Produkte „mineralisch“ nennen darf, auch wenn sie bis zu 5% Kunststoffdispersion enthalten.

Bei Kalk ist es so, dass jeder Hersteller auf sein Produkt „Kalk“ schreiben darf, auch wenn es nur 3% Kalk enthält!

Antiabsetzmittel, Antiausschwimmittel, Antihautmittel, Entschäumer, Katalysatoren, Konservierungsmittel, Netz-und Dispergiermittel, Trockenstoffe, Verdicker und Thixotropiermittel, Verlaufsmittel, Viskositätsstabilisatoren, Algicide, Fungizide und dann steht in der Regel noch „verarbeitungsfördernde Hilfsmittel“, was auch immer damit gemeint ist. HAGA Produkte sind reine Kalkfarben und Kalkputze. Es sind keine chemischen Zuschlagsstoffe darin enthalten. Wir bieten eine Volldeklaration aller Produkte.

Spezial Produkt Biotherm Isolier Entfeuchtungsputz:

Bei HAGA Biotherm ist es nicht anderes, auch hier braucht es einen mineralischen und tragfähigen Untergrund! Will man ihn nur als Puffer einsetzen, z.B. auf tragfähigen alten Dispersionen, muss man eine Haftbrücke aufziehen! Bei mineralischen Untergründen genügt ein Spritzbewurf auf Kalkbasis (HAGA Bio-Grundputz).
Grundsätzlich ist es kein Problem HAGA Biotherm von Hand auf die Wand zu bringen, aber wenn es um große Flächen geht, ist es von Vorteil, HAGA Biotherm mit der Maschine zu spritzen, z.B. G4, S48, Putzjet, UMP 1 Dualpower usw.
HAGA Biotherm ist ein Dämmputz. Dämmstoffe sind leicht, weich, porös und empfindlich gegen mechanische Belastung. Deshalb soll wie bei jedem WDV-System mit Armierung und Spachtelung, HAGANETZ und Bio-Einbettmörtel gearbeitet werden.

Bitte beachten Sie immer das produktspezifische Datenblatt!